Die Fitness-Generation Light-Produkte im Kühlregal, Sportklamotten im Discounter sowie Pilates- und Spinning-Kurse für jederman(n) und Frau in Fitness-Studios und bei der Volkshochschule? Ja, die Fitness-Welle rollt! Doch gleichzeitig sind die Deutschen im Durchschnitt auch in diesem Jahr wieder dicker geworden? wie passt das zusammen? Eine Explosion der Fast-Food-Ketten (wir haben ja keine Zeit) und ein Bio-Produkte-Boom (aber wir müssen uns gesund ernähren) gleichzeitig? Tatsächlich, in dieser Spannung leben wir, willkommen in der Realität. ;-) Viele merken auf der einen Seite den Druck: Schneller, höher, weiter, ? mehr Erfolg, mehr Geld und und hegen auf der anderen Seite den Traum und die Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung (einfach Wellness in allen Formen?) Die heutige Welt fordert viel und man ist täglich in der Entscheidung: Bestimme ich oder werde ich fremdbestimmt? Passt mein Konzept oder zeigt es wie oben gravierende Wiedersprüche? Wir stecken immer wieder in der Gefahr uns mitreißen zu lassen, von den Zielen und Ideen der aktuellen Meinung unserer Zeit. Doch dabei werden gerade Christen dazu aufgefordert das Ziel fest im Blick zu behalten, die Kräfte einzuteilen und den Lauf des Lebens gemeinsam mit anderen zu laufen, den Nächsten nicht zu vergessen aber sich auch nicht zu schade zu sein, sich von anderen helfen zu lassen. Paulus, welcher das Sportbild des Läufers sehr anschaulich in der Bibel verwendet schreibt dazu in 1. Korinther 9, 24 und 25: ?Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen.? Was meint Paulus damit? Besonders als Christen noch schneller und noch weiter? Ich denke nicht. Es geht eher darum, zu wissen wofür wir laufen, für welches Ziel und wo wir aufpassen müssen, was uns schadet, hindert und uns vom Ziel abhalten kann. Paulus fordert auch nicht zum kurzfristigen Sprint heraus, welcher dann nach max. 1000m zu Ende ist und über unsere Kräfte geht. Nein, es geht wohl eher darum, wie beim Marathon die Kräfte einzuteilen, unterwegs wieder aufzutanken und dabei das Ziel auch auf lange Distanz im Blick zu behalten? Tja, was müssten wir loslassen, um besser voranzukommen, welches Tempo sollten wir wählen und vor allem wofür laufen wir? Ein guter Sportler beantwortet die Frage ohne Nachdenken, wie sieht es bei mir für mein Leben aus? Im Zweifelsfall darüber mal fachsimpeln?