So lautet ein Lieblingsspruch eines Bekannten. Ja, wir müssen schmunzeln, sind es doch dieses Jahr noch acht ganze Wochen und somit vieeel Zeit. Aber geht es uns später dann nicht doch vielleicht ganz ähnlich? "Dieses Jahr wird alles anders!" So, oder so ähnlich lautet unser Vorsatz und dann füllen sich die Tage vor und an Weihnachten wie von selbst. Teilweise wird die Hektik durch die klassischen Weihnachtstraditionen, wie backen, schmücken, einkaufen etc. gefüllt oder durch die Zusatztermine der diversen Weihnachtsfeiern und Termine!
Wie wäre es doch, wenn es dieses Jahr tatsächlich anders werden würde? Wenn es 20 % weniger Gebackenes, 20 % weniger Schmuck, 20 % weniger Geschenke und im Vorfeld 20 % weniger Termine geben würde, wäre dies vielleicht sogar am Ende nicht mehr? Mehr an Gesundheit (auch wenn die Plätzchen und der Stollen noch so gut sind?), mehr an Zeit für wirkliche Bekannte und Nächste, mit denen ein Austausch Gold wert ist, mehr Geld für Dinge die in der Welt wichtig und wo bittere Not herrscht? Nur so eine Idee? Ob weniger manchmal nicht in Summe sogar viel mehr ist?
Woher kommen dieser äußerliche Druck und die Hektik? Vermutlich daher, dass wir Weihnachten uns ?herbeiarbeiten? wollen, so wir es auch sonst gewohnt sind. Wenn man etwas erreichen will und zum Ziel hat, muss man sich nur darum bemühen und dann wird die Weihnachtsstimmung und der Weihnachtsfriede schon kommen ? Liegt dort nicht ein ganz gewaltiger Denkfehler, der uns bisher verborgen war? Weihnachten kann man sich nicht erarbeiten, Weihnachten muss es im Herzen werden!
Eigentlich ganz logisch, wenn man in Ruhe die Aussage der Weihnachtsgeschichte genauer betrachtet. Gottes Sohn kommt als Geschenk auf diese Erde, in aller Niedrigkeit in aller Schlichtheit und Armut! "Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge." Lukas 2,7.
Wer würde nicht behaupten, dass dies das wahre Weihnachten war? Mit den Hirten als rauen Gestalten, welche spontan auftauchten und unangemeldete Gäste waren. Mit fremden Männern aus dem Ausland, welche eine unterschiedliche Prägung und Bildung aufwiesen? Ja, so scheinen wir tatsächlich näher an Weihnachten zu sein, wenn wir erkennen, dass es im Herzen Weihnachten werden muss und nicht äußerlich und dann erklärt sich auch, warum weniger auch mehr zu sein scheint.
Vielleicht gelingt es uns dieses Jahr noch nicht mit 20 % weniger Stress, aber vielleicht 10 % wäre doch ein Anfang. Wir wären doch arm dran, wenn wir den Kern von Weihnachten aus Zeitgründen verpassen und im perfekt organisierten Weihnachtszirkus die Botschaft aus den Augen verlieren: "Christ der Retter ist da!". Wen sollte ich auf diese Nachricht neu hinweisen?